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Der Kanalkenianer
20.8.2009 - 40 Grad Drucken

...betrug der Temperaturunterschied zwischen meinem kältesten Lauf mit -9 Grad am 6. Januar 2009 (Karin wird sich sicher daran erinnern) und dem Lauf heute am 20. August 2009 (+31 Grad). Grundsätzlich würde man bei 40 Grad Körpertemperatur sicherlich vom Delirium sprechen. Und genau so haben sich heute Sabine, Wiebke, Andi, Stephan, Türmchen, Geppi und ich gefühlt. Auf Empfehlung von Stephan sind wir dann heute mal im "kühlen" Schlosspark gelaufen. Ganz ehrlich: Ich habe keinen Unterschied gemerkt und der Schweiss ist in Strömen geflossen. Nun ja, es wurden dann immerhin doch noch 11,5 km und zum Schluss gab es sogar ein wenig Wind. Was will man mehr. Hoffentlich nutzt es was bei dem ein oder anderen Lauf... Jetzt freu ich mich auf Kempen. Auch wenn es zur Zeit keine Bestzeiten geben kann. Die Form stimmt nicht )-:

Bis die Tage

Euer Kanalkenianer

 

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30.03.2009 - Wir haben beides Drucken

Heute war ein – zugegebener Maßen – sehr anstrengender und schwerer Lauf. Auf dem Programm stand unser drittletzter langer Lauf vor Hamburg über 32 km am See. Wir waren deutlich weniger Ruhrrunner als bei den letzten langen Läufen und so langsam merkt man die vielen abgespulten Kilometer der letzten Wochen. Der Marathon kann und sollte nun bald kommen. Christian und Volker haben mich, noch etwas geschwächt von einer Erkältung, schön gezogen und es lief insbesondere in der zweiten Runde etwas unrund. Kurz vor Schluss wurde dann der Atem etwas schwerer und ich befürchtete schon, auf Schnappatmung umgestiegen zu sein. Zu laut wurde es in unserer Umgebung. Auch Volker drehte sich permanent zu mir um, weil er sich wohl Sorgen um meine Gesundheit machte. Nach 5 Minuten stellte ich aber fest, dass nicht ich ausschlaggebend für die Schnappatmung war, sondern ein ballonseidengekleideter Mitfünfziger, der in meinem Windschatten lief. Gott sei Dank! So kam es dann noch zu folgender Unterhaltung (etwas verkürzte Darstellung):

 

Ballonseide: „Jungs, schön, dass ich noch ein Stück mit Euch laufen darf“

Kanalkenianer: „Wir sind eh fertig, so oder so“

Ballonseide: „ Das Stück bis zur Brücke reicht mir mit Euch“

Christian: „Uns auch“

Ballonseide: „Wie lange lauft Ihr denn schon?“

Kanalkenianer: „3 Stunden 18 Minuten“

Ballonseide: „Dann habt Ihr wohl eine doofe Alte oder einen scheiß Job“

Name wird nicht genannt: „Wir haben beides“

Ballonseide: „Schönen Sonntag noch“

 

...und so ging ein qualvoller Lauf dann doch noch zu Ende. Zum Schluss standen 32 km auf der Uhr und die Erkenntnis, dass eine gefühlte Schnappatmung doch nicht zwangsläufig von einem selber kommen muss. Vielmehr schadet es nicht, sich mal umzudrehen.

 

Ich freue mich auf die letzten beiden langen Läufe – mit anregenden Gesprächen...

 

Euer Kanalkenianer

 

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07.01.2009 - Nur die Harten... Drucken

...kommen in den Garten ;-).

 

Dienstag Abend -9 Grad, 15cm Altschnee, die Frisur sitzt perfekt – also raus zum Treffpunkt und laufen, wo sich noch vier weitere männliche und ein weiblicher RR versammelt haben, denen es zu Hause ebenfalls eindeutig zu heiß war. Also erstmal Abtauen und eine Runde um den Schlosspark zum Einlaufen. Während dieser Runde fällt zunächst einem RR, der dafür bekannt ist, seine Trainingseinheiten sehr gerne am Kanal u./o. auf welligem Geläuf zu absolvieren (auf Namensnennungen wird verzichtet), auf, lediglich Sommerknöchelsocken eingepackt zu haben. Unser weiblicher RR musste sich nach der ersten Runde sogar aufgrund von Hitzestauungen teilweise entblößen (auch hier kein Name). Nach drei Runden war dann Schluss mit dem Abtauen und es hat allen Spaß gemacht. Geht doch!

 

Aber ganz ehrlich: Viele Leute haben wir draußen nicht gesehen. Irgendwie haben wir schon heftig einen an der Klatsche. Aber das gehört dazu.

Euer Kanalkenianer

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18.07.2008 - Per Anhalter in die Praxis Drucken

(frei nach Douglas Adams) 

 

Das hat man nun davon. Dabei fing alles so schön an. Ein wunderschönes Wochenende mit einer samstäglichen Taufe unseres Sohnes bei unserem laufenden Pfarrer Jörg sollte am Sonntagabend mit einem kleinen Verdauungsründchen (ich hatte zu heftig an Werner´s Taufbuffet zugeschlagen) enden. Nach meiner im Nachhinein naiven Planung hatte ich mir vorgestellt, meinen Sohn ins Bett zu bringen, ein Stündchen zu laufen, um dann pünktlich um 20:45 Uhr frisch geduscht mit Bierchen in der Hand das „Gruppenendspiel“ Tschechien gegen Türkei zu gucken. Nun ja, die Reihenfolge sollte sich an diesem Abend gehörig verschieben.

 

Der Lauf fing schon dämlich an: Raus auf die Straße, Garmin funktioniert nicht und Regen setzt ein, also wieder rein, an der Uhr rumgefummelt und Regenjacke rausgekramt. Jetzt aber schnell, denn sonst wird es nichts mehr mit der Stunde laufen vor Fußi. Also wieder raus und loslaufen, aber nicht weit, denn Angelika und Detlef kommen mir spazierend entgegen, kleines Quätschchen gehalten und dann aber hurtig los. Es lief prima, richtig prima. Der Kopf war frei, es lief sich gut. Eine kombinierte Helge-Runde bis rauf zur A40, dann durch eine Baustelle und...

 

es hat geschnaggelt, aber ganz kräftig. Genau wie beim letzten Mal vor 20 Jahren beim Fußi umgeknickt, kurzer stechender Schmerz und der Ballon wächst und wächst. Prima, Bänder links aussen am Knöchel durch. OK, Ruhe bewahren und bloß den Schuh anlassen, sonst muss ich auf Socken weiter. Intelligenterweise hatte ich weder Geld noch Telefon dabei und (nur) noch 2 km bis nach Hause. Der erste Mopedfahrer, der mir auf dieser wenig frequentierten Straße entgegen kam, hatte kein Telefon dabei, also humpelte ich weiter bis ein Auto kam – Daumen raus (hatte ich schon lange nicht mehr gemacht). Eine Dame mittleren Alters fährt an mir vorbei und zeigt mir den Vogel. Die dachte wohl, ich  wäre ein Sittenstrolch und zieh mir gleich die Hose runter. Nun ja, die gute Dame hatte dann doch ein Einsehen und betrachtete meine Gehversuche im Rückspiegel. Dabei muss ihr wohl irgendwie gekommen sein, dass so kein normaler Mensch geht und sie legte den Rückwärtsgang ein. Über ein ca. 5 cm geöffnetes Fenster (mit verschlossenen Türen) bot sie mir an, jemanden für mich anzurufen, mit dem sofortigen Hinweis, mich aber auf gar keinen Fall mitnehmen zu wollen (ich weiß ja, dass ich nach dem Laufen besonders sch... aussehe, aber dass man es mir dann auch noch in einer Phase des Leidens so demonstrieren muss...).

 

Kurzum meine Frau holte mich dann ab (mittlerweile beulte sich die Socke oberhalb des Schuhs auf Tennisballgröße) und los gings zum Krankenhaus. Die erste Aussage in der Notaufnahme beim Betrachten des Knöchels war „Ach Du sch..., ist das dick“. Das baute mich sehr auf, zumal nun schon 20:30 Uhr war (der Anstoß nahte). Noch fix zum Röntgen und wieder in die Notaufnahme. Dort wollte der Arzt mir eine Gipsschiene anlegen, um den Fuß aufgrund der Riesenschwellung ruhig zu stellen. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit (wir waren schon in der 2. Halbzeit!) lehnte ich dankend mit dem Versprechen ab, am Montag umgehend meinen Arzt aufzusuchen und durfte nach Hause. Gott sei dank hatten die Türken ein Einsehen und machten es erst zum Schluss richtig spannend.

 

Der Orthopäde stellte dann später zwei gerissene Bänder und einen Kapselsprengung fest (ganze Arbeit). Aussage: Mind. sechs Wochen Schiene und Trainingspause. Wieder ein Rückschlag – ich war gerade so gut drauf. Schön waren die Verfärbungen in den nächsten Tagen, die von den Zehen bis hoch zur Wade gingen. Aber man muss halt kämpfen. Nach einer Woche wieder auf den Ergometer und (für mich sensationell) nach 4 Wochen mit Erlaubnis des Orthopäden wieder  laufen. Ganz langsam gesteigert, bin ich nun wieder auf dem Weg der Besserung und hoffe, dass die Fortschritte so weiter gehen. Die Behandlung des Orthopäden und der Physiotherapeutin hatten „Hand und Fuß“ und mir ging es viel schneller besser als erwartet. Ein wenig unwohl wird mir noch sein, wenn ich ohne Schiene laufen muss, aber ich hoffe, dass alles glatt geht.

 

Was habe ich gelernt: Wenn ich beim nächsten mal alleine laufe, dann nehme ich mir ein wenig Trockenshampoo mit, damit ich mir für den Fall der Fälle die verbliebenen Haare richten kann, um so die Chancen zu erhöhen, dass sofort jemand anhält.

 

In diesem Sinne

 

Euer Kanalkenianer

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16.05.2008 - Warmen Regen... Drucken

hatten wir in dieser Woche dienstags und donnerstags mehr als genug und so traf sich nur ein Häufchen Aufrechter, um die abendlichen Laufeinheiten zu absolvieren. Während es am Dienstag ab dem Start einen heftigen 20-minütigen Guss gab, regnete es am Donnerstag während eines Gewitters schön kräftig während der gesamten Einheit durch (Landregen in großen Stücken). Und, was soll ich sagen: Schön war´s, richtig schön! Hier galt noch nicht einmal mehr der Spruch „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung“, denn es war eigentlich völlig egal was man anhatte, es wurde sowieso alles nass – aber eben ohne zu frieren und weil sowieso alles egal war, haben wir noch den „Helgeschlenker“ durch Mülheim mit einer seeeeehr großen Pfütze mitgenommen. So ließ Geppi es sich dann auch nicht nehmen, gnadenlos mittig durch die Pfütze zu trampeln (es war eher ein Bach) und uns alle von oben bis unten einzusauen. Danke noch mal an Geppi J!

 

Das Wasser hat überall geschwappt, in der Hose, in den Schuhen, einfach überall. Sorgen habe ich mir nur am Donnerstag gemacht, als das Gewitter immer näher kam. Aber Barbara hat mich sehr beruhigt mit ihrer Gummisohlentheorie ;-) und im Übrigen hatten wir ja noch Geppi dabei, denn wenn einer von uns den Blitz aufgefangen hätte, dann Geppi mit seiner Größe und dank Gummisohle wäre ja nichts passiert (er hätte vielleicht nur eine neue Frisur gehabt).

 

Einen ganz wesentlichen Aspekt habe ich aber noch nicht genannt: Laufen macht ja bekannterweise von innen schön, weil man sich zumindest anschließend sehr gut fühlt. Wenn dann aber noch kräftiger Mairegen dazu kommt, wird die innere Schönheit auch noch von außen sichtbar.

 

Deshalb: An alle die nicht gelaufen sind: Das ist Euch entgangen und ratet am nächsten Dienstag mal, wer mitgelaufen ist. Ihr werdet es erkennen – an der Schönheit der Regenläufer, ganz sicher J!

 

Bis die Tage

 

Euer Kanalkenianer

 

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