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13.05.2007 - Karstadtmarathon Drucken

Karstadtmarathon2007-Logo am 13.05.2007

22.704 Aktive und 874.000 Zuschauer bewegen das Ruhrgebiet
 
Der 4. Karstadt Marathon zog am vergangenen Sonntag mehr Menschen in die Metropole Ruhr, als irgendein anderes Sportereignis in der Region. Die Stimmung an und auf der Strecke stand ganz im Zeichen des sportlichen Großereignisses, das wieder eine ganze Region in Euphorie versetzte. Mehr als 22.704 Aktive und an den Strecken bescherten dem Revier den sportlichen Ausnahmezustand. Über 874.000 Zuschauer feuerten bei optimalem, regenfreiem und nicht zu warmen Wetter die Ausdauersportler an den 23 Strecken an.
 

Bei den Marathonläufern verbesserte die Kenianerin Mary Ptikany den bisherigen Streckenrekord um eine Sekunde auf 2:30:05 Std. und sicherte sich im Feld der Topläuferinnen, die in Dortmund gestartet waren, die Siegprämie von 15.000 Euro. Bei den Herren – die in Oberhausen über die Startlinie gingen - konnte sich bei Kilometer 34 Josphat Keiyo von seinen Konkurrenten absetzen und siegte in 2:13:28. Allerdings konnte er trotz persönlicher Bestzeit die 20-Minuten-Vorgabe für die Frauen bis zum gemeinsamen Ziel in Essen nicht mehr egalisieren und so ging die Extraprämie von 5.000 Euro an Ptikany. „Ich bin glücklich. Der Streckenrekord war eine Überraschung für mich. Und ich bin glücklich, dass diesmal kein Mann an mir vorbeilief!“ Ihren Erfolg begründete Ptikany auch damit, dass sie es sich heute fest vorgenommen hat, zu gewinnen.

 

 

13.05.2007

Volker

Mein ganz persönliches Erlebnis 

Jetzt ist es 1Jahr her seit dem Duisburg- Marathon. Dort habe ich versucht, zum ersten Mal in meinem Leben die 42,195 km zu laufen. Doch musste ich nach 18 km abbrechen, da sich in meinem linken Knie Knorpel gelöst hatten und das Laufen dadurch unmöglich wurde. So, ich war also vorgewarnt. Ein Jahr Vorbereitung stand auf dem Spiel. Die ich zum Teil, angespornt durch den Ausfall vom Vorjahr, mit bis zu 90 Wochenkilometern bestritt.

Mit Angst im Kopf, ob Zehen und Knie die Tortur mitmachen würden, stand ich am Sonntagmorgen bereits um 5:00 Uhr auf.  Alle Ruhrrunner trafen sich in Essen - Rüttenscheid und fuhren im Bus bis zum Start nach Dortmund. Meine Nervosität ließ dabei etwas nach, da es zum Teil den anderen auch nicht besser erging.Ausgerüstet mit GPS- Uhr, Herzfrequenzmesser und Marschtabelle müsste es doch kontrolliert zu schaffen sein. 

Start: 12.000 Sportler setzen sich in Bewegung. Darunter Walker, schnelle Läufer, langsame Läufer und Skater, doch zum Glück waren die schon weg. Verzweifelt suchte ich meinen Weg um eine gleich bleibende Geschwindigkeit zu laufen. Dies gelang auch, aber erst nach ca. 2 km Strecke.  

Die Kilometer kommen und gehen und ich muss mich stark darauf konzentrieren nicht zu schnell zu laufen. Und dann geschieht es, ohne ersichtlichen Grund bekomme ich bei Kilometer 21 Seitenstiche. Ich höre sofort auf zu laufen, gehe nur noch langsam, darüber hinaus muss ich mir auch noch die Bemerkungen anderer Läufer anhören („ja, wohl zu schnell angegangen“), kann aber nach 1 Minute wieder weiter laufen. Jetzt versuche ich erst wieder mit einer langsamen Geschwindigkeit ins „Rollen“ zu kommen. Dies gelingt auch hervorragend und ich bemerke, dass ich in meiner alten Geschwindigkeit weiter laufen kann. Nur der Herzfrequenzgurt wird immer lästiger. Ich schiebe ihn nach unten bis auf die Hüften und versuche nicht mehr an ihn zu denken. 

Kilometer 28: Jetzt muss ich dem bis jetzt gelaufenen Tempo Tribut zollen und meine Geschwindigkeit herabsetzen. Die Oberschenkel fangen an sich bemerkbar zu machen. Aber wie verhext, ich bemerke nicht meine Knie und auch nicht meine Zehen. 

Kilometer 38: Ich schleppe mich nur noch von einem Versorgungsstand bis zum Nächsten. Dort angekommen immer wieder das gleiche Prozedere: 

  1. kurz vorher abbremsen
  2. zwei Becher Wasser über den Kopf schütten
  3. einen Becher Basica in die linke Hand
  4. noch einen Becher Wasser in die Rechte
  5. Basica langsam im gehen trinken
  6. Den Mund danach mit Wasser ausspülen.
  7. Mist, jetzt ist es wieder Zeit mit dem Laufen anzufangen.

 GPS- Uhr, Herzfrequenzband und Marschtabelle was ist dies überflüssige Zeug schwer. 

Kilometer 39: Die Zehen machen sich bemerkbar. Und die Oberschenkel? Welche Oberschenkel, dass ist nur noch ein brennender, pochender Bereich meines Körpers.  

Kilometer 40: Ich kann nicht mehr!      Ich gehe! 

Und dann …… Hilde von hinten. 

Verdammt hat die einen Zahn drauf und dass nach 40 Kilometern. Alle Frischlinge abgehängt und jetzt bin ich auch an der Reihe. Das lass ich mir nicht gefallen.

Ehrgeiz, Ehrgeiz, Ehrgeiz…….

Ich lass mich nicht von dir überholen.Ich setz mich wieder in Bewegung und versuche mit ihr zu laufen. 

Kilometer 41: Ist die schnell. Ich kann jetzt wirklich nicht mehr. „Hilde ich kann nicht mehr, lauf weiter!“Aber was sag ich da. Nach 41 Kilometern kurz vor dem Ziel soll sie an mir vorbei laufen.

Ehrgeiz, Ehrgeiz, Ehrgeiz…..

ich bleib dran.Die Rüttenscheider Straße ist wie ein Traum. Überall Menschen die einem zuwinken. Hilde gibt noch einmal richtig Gas, die letzten 500 Meter in einer Geschwindigkeit von 4:44 min/km. 

Ziel: Geschafffftt  !!!

Wir laufen zusammen mit hochgehaltenen Armen ins Ziel ein.Jetzt ist mir alles nur noch egal. Was haben mich die zwei letzten Kilometer ausgepowert.  

Meine Frau und mein Sohn versuchen eine Unterhaltung mit mir zu beginnen. Vergeblich, erst nach 1 Stunde bin ich wieder ansprechbar. Was für ein Erlebnis!

Vor 1,5 Jahren hätte mir jemand sagen sollen ich würde einen Marathon laufen. Meine gesammelten Endorphine reichen sicherlich noch eine Zeit lang und  

Nach dem Marathon ist immer vor dem Marathon“. 

Ich hoffe ich habe die verehrten Leser nicht zu sehr abgeschreckt, denn Laufen ist ein schöner Sport.   

Volker

 

 

Hilde


Mein persönliches Erlebnis am 13.05.07

Na ja, einigermaßen gut geschlafen, aber viel zu früh aufgestanden. Wetter scheint ganz gut zu werden. Damit mir nicht kalt wird, ziehe ich über mein schönes neues Ruhrrunner -T-Shirt lieber mal einen alten Flies und meine älteste Sofa-Rutschhose. Die Leute schauten mich an, als wenn ich von irgendeiner Parkbank gescheucht worden wäre.

In Dortmund waren wir viel zu früh. Erst einmal schnell zur Toilette. Die Dixi - Klos waren zu der Zeit noch wie neu. Wir marschierten zu dem uns zugeteilten Block „D“. Ne, jetzt 1 ½ Stunde stehen, danach kann ich doch nicht mehr laufen. Also Müllsack rausgeholt (Überzieher, falls es regnet), und darauf gesetzt. Das Warten bis zum Startschuss habe ich mit Trinken, Banane und halben Müsliriegel verbracht.

Oh, jetzt doch noch mal schnell „Pipi“ machen. Schlangen vor den Dixi - Klos, das schaff ich doch nicht mehr!! Noch 2 Leute vor mir, da hörte ich schon die Stimme aus dem Lautsprecher 9, 8, 7 ….., mist, ich will doch mit den Ruhrrunnern laufen. Egal, raus aus der Schlange, nur nicht mehr daran denken und einfach laufen.

Es ging langsam voran; nur nicht vergessen an der Startlinie die Stoppuhr anzustellen. Gigantisch, wie sich die Massen die Anhöhe hinaufschoben und ich bin dabei… Tränen, schnell runterschlucken.

So viele Beine vor mir. Ich versuchte immer wieder, irgendeine Lücke zu finden. Dann wartete ich darauf, dass Claus ruft:: „Hilde, du bist viel zu schnell“. Ich hörte nichts, wo sind die Ruhrrunner hinter mir? Ich fühlte mich aber gut. Weiter, weiter….

Wieso kennt mich jemand in Bochum? Das war Britta mit Familie, die uns anfeuerte. Herne, Gelsenkirchen, meine Güte, wenn gleich die Steigungen kommen!! Ich dachte nur, teil dir die Kraft ein. Unterwegs traf ich dann Andreas Sch., hab ihn dann wieder verloren. Weiter, weiter…, es geht noch gut.

Dann endlich Regionen, wo bekannte Gesichter zu sehen waren. Einige waren erstaunt, dass ich als Marathoni unterwegs war. Das Anfeuern an verschiedenen Ecken, das kurze Mitlaufen von unseren nicht an den Start gegangenen Ruhrrunnern, Heike, Klaus (unser Neuer), Jürgen…, ließen vergessen, dass noch einige - KM – mit weiteren Steigungen vor mir lagen. Ich lief und lief ….

Ein Blick auf meine kleine Uhr, na ja, unter 4 Std. schaffe ich es sowieso nicht. Endlich der Bahnhof, dann auf die Huyssenallee – die Menschen, die mir zu jubelten, das tat so gut. Ich lief fast von alleine. Das ist zu Hause….

Wer ist das da vorne? Gelb, jemand von uns? Ach, ja Volker, kann das sein? Ich komme näher, fasse Volker an die Schulter und frage, was los ist? Er stöhnt nur: „Meine Oberschenkel, aber jetzt habe ich Jemanden der mich ins Ziel zieht“.

Ich laufe, Volker ruft: “Bist Du schnell, ich kann nicht, lauf du weiter“. Ich sah nur noch die Menschen, das nahe Ziel, nur noch da durch.

Was ist jetzt? Volker ist neben mir. Er holte die paar Schritte zu mir wieder auf. Im Gleichschritt liefen wir die Strecke bis zum Ziel. Wir fassten uns an den Händen und rissen die Arme hoch, geschafft….Das war ein so tolles Erlebnis zum Schluss, welches ich so schnell nicht vergessen werde. Schade, dass es zur Erinnerung kein Zielfoto von uns gibt.

Insgeheim wünsche ich mir, dass ich einmal mit Reinhard so über die Ziellinie laufen kann.

Hilde


 

 
Bild im Laufmagazin Running vom 03/2008
 
Artikel
Gesundheit oder Wettkampf? 



- Streckenplan als PDF-Datei


 

Ergebnisliste

PlatzPl.AKStartnr.NameAKZeitPace
   Marathon   
565169D567» Bock, Michael (DEU)M4003:47:3605:24
68380D579» Wucher, Andreas (DEU)M5003:51:4405:30
1054290D576» Reichelt, Lothar (DEU)M4004:02:2305:45
1267207D569» Gebhardt, Jörg (DEU)M3504:11:2205:57
1364299D574» Klingebiel, Volker (DEU)M4504:15:1306:03
1555DF3412» Hajnczyk, Reinhild (DEU)W5504:15:1806:03
153771D571» Hajnczyk, Reinhard (DEU)M5504:21:1806:12
1653129D2871» Schmuck, Andreas (DEU)MH04:26:1406:19
1776279D568» Braam, Claus (DEU)M3504:31:0506:25
32310DF3422» Lippke, Elke (DEU)WH04:41:2306:40
2021523D572» Hecke, Christian (DEU)M4004:45:1606:46
2030451D1181» Keßen, Jörg (DEU)M4504:45:2906:46
35166DF3418» Vogel, Christine (DEU)W4504:45:3306:46
2183561D2892» Rotthäuser, Stephan (DEU)M4004:56:1807:01
410100DF3850» Schira, Birgit (DEU)W4004:57:3107:03
411101DF3423» Kasperek-Rasche, Barbara (DEU)W4004:57:3907:03
418103DF3420» Wolf, Martina (DEU)W4004:59:1107:05
425106DF3419» Weber, Silke (DEU)W4005:00:4407:08
2255344D2119» Bajohr, Andreas (DEU)M3505:01:0607:08
2265586D577» Schmalt, Peter (DEU)M4005:02:2007:10
2266490D578» Wolf, Martin (DEU)M4505:02:2607:10
2289126D575» Kothe, Hans (DEU)M5505:06:0007:15
459115DF3416» Schemmer, Silke (DEU)W4005:10:4407:22
48349DF3411» Güllmann, Angelika (DEU)W5005:19:4707:35
2362306D573» Klever, Detlef (DEU)M5005:19:4807:35
50125DF3408» Bittner, Gaby (DEU)W5505:25:5807:44
521128DF3942» Freitag, Karin (DEU)W4005:36:3107:59
   Halbmarathon   
3522401D16173» Nennstiel, Martin (DEU)M5002:26:1806:56

 DF3421» Zahn, Mareike (DEU)WH

Herne-

Essen 

ohne

Wertung



DF3409» Bock, Kerstin (DEU)W40

Herne-

Essen

ohne

Wertung



DF3417» Schmidt, Dorothea (DEU)W55

Herne-

Essen

ohne

Wertung

   10 km   
1422921871» Dirksen, Daniela (DEU)WH01:14:1407:25
1483122036» Klingebiel, Yvonne (DEU)WH01:15:4107:34

 


 

2007 Streckenverlauf

Der Streckenverlauf im Überblick:

Strecke Ost* :

* vorbehaltlich der behördlichen Genehmigung

Stadt Dortmund
• Start: Provinzialstr. Laufrichtung Bochum
• Gerade weiter auf Provinzialstr.

Stadt Bochum
• Gerade weiter auf Hauptstr.
• Rechts auf Unterstr.
• Gerade weiter auf Wittener Str.
• Rechts weiter auf Ostring
• Weiter folgen auf Nordring
• Rechts weiter auf Herner Str.

Stadt Herne
• Gerade weiter auf Bochumer Str.
• Links auf Holsterhauser Str.

• Strecke Halbmarathon: Holsterhauserstr. Wendepunkt
• Links auf Berliner Platz
• Rechts weiter in die Shamrockstr.
• Links auf die Fußgängerzone Boulevard Bahnhofstr.
• Weiter gerade auf Ziel: Halbmarathon Robert-Brauner-Platz

•Strecke Marathon: Gerade weiter auf Dorneburgerstr.
•Links auf Kurhausstr.
•Links auf Dürerstr.
•Rechts auf Wakfieldstr.
•Links auf Berliner Str.
•Rechts auf Gelsenkircher Str.
•Links auf Bickernstr.
•Links auf Hüller Str.
•Gerade weiter auf Florastr.

Stadt Gelsenkirchen
•Gerade weiter auf Florastr. (Come Together Point Florastr./Ecke Kurt-Schumacherstr..)
•Links in Overwegstr.
•Weiter auf Husemannstr.
•Rechts in Rotthauser Str.
•Weiter in Auf der Reihe

Stadt Essen
•Gerade weiter in Auf der Reihe (Gegen die Einbahnstr. in Richtung Huestr.)
•Links auf Huestr.
•Rechts in Saatbruchstr.
•Gerade weiter Hallostr.
•Links in Gelsenkirchener Str.
•Gerade weiter auf Essener Str.
•Gerade weiter auf Stoppenberger Str.(Wechsel der Straßenseite)
•Links weiter auf Stoppenberger Str.
•Gerade weiter auf Schützenbahn
•Weiter auf Gildehofstr.
•Rechts auf Freiheit
•Links auf Hyssenallee
•Weiter auf Rüttenscheiderstr.
•Rechts auf Grugaplatz
•Rechts auf Norbertstr.
•Zielbereich Norbertstr. in Höhe P3



Das Höhenprofil: 

um das Höhenprofil anzuzeigen klickt bitte auf das Bild!

 Karstadtmarathon2007-Höhenprofil

 


 

 

 

 

 

 

 

 



 


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