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18.05.2008 - Karstadtmarathon Drucken


Am Karstadt- Marathon 2008 nahmen in diesem Jahr nur einige Ruhrrunner teil.

Und hier unsere Heldin:

 Einen persönlichen Bericht findet ihr hier...

 

Auch Sabine über die Halbmarathondistanz war in einer hervorragenden Zeit unterwegs.

Biggi lief, nach einer langen Pause, mit unter 1:00 Std. wieder eine gute Zeit.

Die Leistungen unserer „Dauerbrenner“ Martina und Michael, sollen an dieser Stelle nicht vergessen werden.

 

Ein besonderer Dank gehört allen denjenigen, die es sich nicht nehmen ließen, an diesem Tag unsere Laufkollegen tatkräftig zu unterstützen. Stundenlang hielten sie die Stellung bis alle Ruhrrunner sie passiert hatten. Dann wurde der Standort gewechselt um ein weiteres Mal unterstützend eingreifen zu können.


Die Einsamkeit einer Langstreckenläuferin......

Sonntag 18.5. 8:00 Uhr in Oberhausen:

Es ist windig und kalt. Weit und breit kein gelbes Shirt in Sicht... Wo seid Ihr!!!!!!!!!!

Die Straße füllt sich nur langsam. Inliner, Trettrollerfahrer und Handbiker treffen ein; wo sind die Läufer? Ich stelle fest, dass ich viel zu früh den Shuttlebus genommen habe. Gottlob haben die Versorgungsstände reichlich Wärmefolien, ich stülpe mir auch gleich eine über. Leider kann ich meine Beine nicht damit wärmen, sonst müsste ich mich wie ein Känguruh fortbewegen......

Gegen 9:00 Uhr stellen sich die ersten Läufer in ihren Startblock. Ich halte Ausschau nach Gerd Schäfer, der Zugläufer für die 4:30 Std. heute, aber noch ist er nicht in Sicht.

Plötzlich steht Peter neben mir, er hat sich als Streckenhelfer gemeldet, viel zu tun gab es für ihn allerdings nicht. So vertreibt er mir die Zeit, bis endlich Gerd mit seinen Borbecker Raketen auftaucht. Sie nehmen mich herzlich in ihrer Mitte auf, die Stimmung ist prächtig, sodass ich fast meine "Eisbeine" vergesse.

Dann endlich der Start; wir wollen loslaufen aber es ist wie morgens um 8:00 Uhr auf der A40 „Stop and go!!“

Obwohl nur etwa 700 Läufer an der Strecke sind, dauert es lange bis sich der Tross auflöst. Es ist ein ziemliches Gewusel  und Geschupse und ich muss aufpassen, dass mir Gerd nicht verloren geht!!

Nach ein paar Kilometern läuft`s dann... ich weiß Gerd immer kurz vor oder hinter mir.

Bis zum „Come- together Point“ merke ich noch keine Ermüdung. Christine und Christian haben mich in Gelsenkirchen  noch angefeuert. Jetzt taucht Lothar auf und wünscht mir Glück. Da merke ich, dass mir das Reden doch schon schwer fällt! Weiter laufe ich einsam Kilometer für Kilometer.....Ein paar spöttische Rufe der Zuschauer dringen an mein Ohr:"Ja, jetzt lacht ihr noch, aber warten mal ab, wenn ihr nach Stoppenberg kommt".

Ach herrje, ich hatte es schon erfolgreich verdrängt!!!!!!!!!!

Am Markt sehe ich wieder ein paar bekannte Gesichter, das muntert auf. Dann kommt sie aber, unausweichlich, die Hölle vom Stoppenberg!

Die Kraft in den Beinen ist noch ganz gut, reden geht aber nicht mehr. Oben am Berg habe ich mein Mütterlein mit der letzten Flasche "Dope" für den Endspurt positioniert, das spornt mich an.

Ich lasse meinen Trinkgurt bei ihr, Ballast abwerfen!! Ich greife mir die Trinkflasche, jetzt sind es noch 5 Km. Aber wo ist Gerd? Ich habe ein paar Meter verloren und muss mich jetzt an ihn herankämpfen. Das kostet Kraft!!!

Gerd ist immer noch munter und zeigt mir am Viehofer Platz etwas spöttisch, wo Frank Busemann im letzten Jahr "Ballast" abgeworfen hat! Ich kann kein Wort mehr sagen...Es geht nur noch bergauf???!!!

Takt halten, mit Gerd an meiner Seite, ist mein einziger Gedanke.

Dann höre ich Gerd: "Schau auf die Uhr, wir haben noch 15 Minuten für die letzten zwei Kilometer". Ich kann aber nicht mehr schauen!! Und es sind immer noch zwei Kilometer??

Ich versuche in der Menge die Gesichter der Leute zu erkennen. Ist ein Ruhrrunner dabei? Dann sehe und höre ich sie, das gibt mir Auftrieb für den Endspurt. Ich sehe auch schon das Ziel und die Zeit 4:29:12 Std. Jetzt heißt es Gas geben sonst schaffe ich meine Zeit nicht mehr....

Schon völlig wirr im Kopf, denke ich überhaupt nicht mehr an Brutto- und Nettozeit.

Später erfahre ich meine offizielle Zielzeit 4:26:28 Std.

Es war die Hölle, aber ich fühl mich riesig!!!!

 

Meinen Dank geht an alle Ruhrrunner, den Borbecker Raketen die mit mir am Start waren und besonderen Dank an Gerd Schäfer, ohne ihn hätte ich es wohl möglich nicht geschafft.

 

Elke


Ergebnisse:

 

42,195km

         

Platz

Pl.AK

Name

AK

Zeit

Pace

601

10

Lippke, Elke

W45

04:26:28

06:19

           

21,1km

         

Platz

Pl.AK

Name

AK

Zeit

Pace

997

166

» Knieling, Sabine (DEU)

W35

02:12:03

06:15

995

154

» Wolf, Martina (DEU)

W45

02:12:03

06:15

           

10km

         

Platz

Pl.AK

Name

AK

Zeit

Pace

31

6

» Bock, Michael (DEU)

M40

00:45:39

04:34

84

19

» Schira, Birgit (DEU)

W40

00:58:48

05:53

 

 

 


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