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15.08.2008 - Breitscheid 24-Std. Lauf Drucken


 

 

 

 

   860 km

 

 

Die 24 Stunden von Breitscheid

Insgesamt 860 Kilometer wurden bei diesem Lauf von 26 Ruhrrunnern gelaufen.

Hervorzuheben wäre unsere Erste (aller Ruhrrunner) 100er Biene.

Unser Erster 100er Andi.

Und der Dritte im Bunde Volker.

 

Zu Ultra´s wurden mit 50 Kilometern auch Martina und Werner.

 

Unsere anderen Mitläufer liefen 3 x 35 – 3 x 30 – 3 x 25 – 6 x 20 – 3 x 15 – 2 x 10 – 1 x 5 Kilometer

Hier einige Erfahrungsberichte…

 

Laufend etwas Gutes tun ... Dieses Motto haben die Läufer des TuS Breitscheid 1972/89 e.V. gewählt, um zu dieser 24-Stunden-Veranstaltung einzuladen. Sie müssen natürlich nicht 24 Stunden lang unterwegs sein, sondern können auf unserer 5 KM-Runde durch die Breitscheider Fluren als Einzelstarter oder als Staffel laufen, walken, tanzen oder 'sonst wie' starten. Es spielt auch keine Rolle, ob Sie nur eine Runde drehen oder als Ultraläufer versuchen, über die gesamten 24 Stunden unterwegs zu sein.

 


Wie kommt man zum Ultra?
Ganz einfach, indem man sich auf der Zielparty höhere Ziele steckt und Yogi steht daneben.
Es ist gefährlich, in der Gegenwart eines Ultraläufers, solche Pläne zu äußern. Wir haben rumphilosophiert, (es waren einige mehr als Andi und ich) in Bottrop, im November, 50km zu laufen. Ich war skeptisch wegen des Zeitlimits von 6 Stunden, wollte es aber unbedingt versuchen.
Es kam alles anders!
Irgendwann kam die Idee vom 24h Lauf in Ratingen auf. Man das wäre doch die Chance die 50km zu laufen nicht wahr Andi?
Also haben wir uns nach Ratingen aufgemacht, nein nicht nur Andi und ich, sondern die Laufgruppe „Ruhrrunner Essen“.
Ich übernahm die Planung dieses Events und mailte unsere Läufer an um die Zeiten festzulegen.
Yogi gab mir Tipps für meinen ersten Ultralauf und ich legte einige Kilometer mehr in der Woche zurück als sonst.

Andi und ich hatten vor 50 km zu laufen und wollten es nicht groß erzählen.
Die Planung lief gut und ich bekam 26 willige Ruhrrunner dazu in Ratingen zu laufen.
Viele wollten gerne nachts laufen also musste jemand freitags um 18:00Uhr starten, das war ich.
Ich will mal nicht von dem Stress des Zeltaufbaus reden (danke Klaus Stemmer) und davon das Volker auch schon früher laufen wollte. Gestartet sind dann Andi, Volker und ich und ab die Post.
Andi und ich hatten unser Ziel auf den Runden immer vor Augen: 50-50-50-50……
Wenn man bedenkt das ich die ersten 20 Kilometer 6:45-7:20 gelaufen bin und dann plötzlich 6:18/6:28, kann ich nur sagen ich war gut drauf.
So ging es immer weiter bis ich 40 km hinter mich brachte und dann eine lange Pause machte. Wobei ich feststellte, dass ich in meinem Marathontempo gelaufen bin, bis dahin hatte ich 4:39:46 gebraucht. Aber die Pause war wichtig wie sich auch später herausstellte. Ich ging ins Vereinsheim und setzte mich zu den anderen an den Tisch, trank eine heiße Brühe, aß Kuchen von Karin und Salzgebäck…
Hier muss ich einschieben das in der Zwischenzeit immer wieder andere Ruhrrunner kamen und auf Ihre Runden gingen. In der ganzen Zeit bin ich nur zwei Runden alleine gelaufen sonst immer mit Begleitung.
….Zurück zum Tisch, Yogi saß auch da, oh, oh der Yogi. Er kann einem alles so schön schmackhaft machen (meinst du doch auch Andi?).
Das gilt nur für Gefährdete, also Vorsicht!
"Jetzt habt Ihr schon so viele Kilometer geschafft, die 50 sind bald voll und dann? Ja und dann? Dann lauft ihr weiter!!!"

 

Wir haben uns nur angeschaut und gegrinst, sollen wir es versuchen 60km zu laufen?
Nach gut eineinhalb Stunden Pause gingen wir wieder auf Strecke und dann waren die 50 km geschafft, super ich bin ein richtiger Ultraläufer. Aber ich musste wieder eine Stunde Pause machen und lief dann die nächsten 10 km, nun hatte ich sage und schreibe 60 km hinter mich gebracht und überlegte ernsthaft ob ich noch weiter laufen sollte. Ich war nur ein wenig müde und Blasen hatte ich schon mal gar nicht.
Ich hätte fast vergessen zu erwähnen, dass mir der Schluck Rotwein von Lothar und der kleine Becher Sekt am Versorgungsstand bei Kilometer 3 (Nachts) sehr gut getan haben.
Und wieder saß man am Tisch ….. ,ja mit Yogi. „Wenn du 75km läufst dann hast du mehr als (wird nicht verraten)“.
Ja Yogi klar! Aber es reizte mich doch und was soll ich sagen nach einer schönen warmen Dusche und frischen Laufsachen, liefen wir vor dem Frühstück um 8 Uhr eine schöne langsame Runde.
Vor dem Frühstück hatte ich nun 80 km geschafft. Man die lächerlichen 20km könnte ich auch noch schaffen, soll ich, soll ich nicht, ich will!
Auch Andi hatte schon mehr Kilometer hinter sich als er eigentlich vorhatte und lief tapfer weiter.
Beim Striche machen, für unsere gelaufenen Runden, bemerkte ich das ich 5 Kilometer Vorsprung hatte.
Volker darf ich nicht vergessen der mir jetzt immer mehr auf den Versen rückte, er hatte gar nicht vor soviele Kilometer zu laufen. Man(n) gönnt mir die 100 km nicht!
Ich hatte mir ausgerechnet um ca.14:15 Uhr habe ich die 100 geschafft. In der Zwischenzeit sind Ruhrrunner gegangen und gekommen und viele sind weiter gelaufen als ursprünglich geplant. Das hat an der Strecke gelegen und eben der Spaß nachts und im Sonnenaufgang zu laufen.
Nach dem Frühstück, es war ca. 9:30Uhr, ging es auf in die nächste Runde.
85km- Doppelmarathon, 90km- es wurde immer heißer, das war nicht mein Wetter. Jetzt ging ich nur noch stramm. Meine Rundenzeit stieg auf 55 Minuten an. 95km- nun wird für mich die letzte Runde von 5 Kilometern eingeläutet. Andi, Volker Uwe(Rakete, 110 km) begleiteten mich.
Die Sonne brannte ganz schön. Die letzten Meter lagen vor mir und ich sah das Ziel.

 


Ich hatte 100km geschafft!
Das war schon ein erhabenes Gefühl und irgendwie unspektakulär zugleich. Meine Zeit fand ich super inkl. Pausen 20:48:00 Stunden (das reicht auch für Biel) Scherz!!(oder doch nicht?...)
Martina brachte mir sofort ein Weizenbier. Mir ging es erstaunlicher Weise sehr gut und ich hatte keine „Pölsterchen“ an meinen Füßen.
Aber mal ehrlich „…und das kann mir keiner nehmen…“

An dieser Stelle ein Dankeschön an alle die hier von euch mitgemacht haben, die mit mir gelaufen sind und für die Aufmunterungen (willst du wirklich, du bist verrückt, gefährdet sowieso und klasse).
Es war eine schöne Erfahrung und das Event hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Noch eines: Wir haben nicht nur einen persönlichen Pacemaker, ich habe auch einen persönlichen Motivator, danke Yogi. Aber laufen musste ich und ich habe es getan.

Ultra- Biene

 

 


MENSCH, BIST DU BEKLOPPT


Alles fing mit einer blöden Schnapsidee an. Als ich vom Breitscheider 24 Stundenlauf hörte, fing es sofort an zu kribbeln. Es muss doch möglich sein innerhalb von 24 Stunden 50 Km zu laufen! Schließlich kann man ja so viele Pausen machen wie man will und hier und da auch mal eine Runde gehen. Eine Runde soll 5 Km lang sein und nach 3 Km kommt ein zusätzlicher Erfrischungsstand. Das alles hörte sich sehr einfach an. Manche Ruhrrunner würden das einen Kindergeburtstag nennen. Nach ein paar Andeutungen in der großen Runde merkte ich, dass Sabine auch von dem gleichen Virus gepackt war. Wir verabredeten Stillschweigen zu bewahren, denn sicher war ich mir absolut nicht, ob ich das schaffen kann. Schließlich habe ich vor kurzem, aus gesundheitlichen Gründen, 2 Monate pausieren dürfen.

 

Ich wollte mir am Starttag gerne frei nehmen, aber das hat nicht geklappt. Die ganze Woche war mit Arbeit zugepackt (ohne zu übertreiben). Als ich es um 17 Uhr geschafft hatte in Ratingen  noch einen guten Parkplatz zu erwischen, war ich schon ziemlich deprimiert. Bis zum Start keine freie Minute. Wie soll ich da eine Distanz  von 50 Km schaffen.

Sabine, Volker und ich sind kurz vor dem Start zum Orga-Team gegangen, um uns anzumelden. Da hieß es auf einmal, es gäbe keine Startnummern mehr. Es hätten sich schon zu viele „Ultras“ angemeldet, so dass sie nicht mehr mit dem Rundenzählen nachkommen würden. Irgendwie hab ich dann doch noch eine Startnummer ergattert. Nur Sabine stand ohne da.

Als dann endlich der Startschuss fiel  und ich die große Digitaluhr sah, die gerade anfing zulaufen, war die Nervosität und all die Zweifel verflogen. Mit so vielen Startern hatte ich gar nicht gerechnet. Nach noch nicht einmal 5 Minuten laufen bemerkte ich, dass ich zwar nicht letzter war, aber bald die rote Laterne bekommen würde. Also Gas geben. Die erste Runde verging wie im Flug. Habe nette Gespräche geführt und in viele lächelnde Gesichter geschaut. Wie nach jeder Runde durfte ich eine dicke Unterlegscheibe auf einer Leine von links nach rechts schieben. Das war sie also, die „Ultimative Rundenzählmaschine“, die auf der Website so angepriesen wurde. Die nächsten Runden waren wirklich toll, keinen Zeitstress und super Wetter. Nach ein Paar Stunden entdeckte ich auch einige Ruhrrunner, die sich in unsere Staffel einreihten. Schön zu wissen, dass mindestens ein Ruhrrunner unterwegs war, denn als es Dunkel wurde, war es manchmal ganz schön einsam auf der Strecke. In der Nacht hab ich mich total mies gefühlt. Es hat zwar nicht geregnet, aber es war sehr kalt und unheimlich feucht. Auf meiner „Gehrunde“ (2 Runden laufen, 1 Runde gehen) erkannte ich Jörg3, wohlgemerkt von hinten und nur an seinem Gang. Wir liefen den Rest der Runde gemeinsam zu Ende, was wirklich gut tat. Die ganzen Klamotten waren nass. Ich fing an zu frieren als ich ins Vereinsheim kam, um  eine Pause zu machen. Und da saßen Sie. Ein großes Rudel Ruhrrunner.

Mittlerweile hatte ich bestimmt schon  einen Marathon oder sogar mehr geschafft. Claus mahnte mich noch zur Vorsicht, und wegen meinem Knie nicht zu übertreiben. Aber das Knie machte die ganzen 24 Stunden mit. Langsam wurde ich müde und Karin hat sich angeboten mit mir eine Runde zu laufen. (Eine tolle Erfahrung: Beim Laufen wird man nicht müde. Echt Klasse) Es wurden dann doch 2 oder 3 Runden. Der Sonnenaufgang, den wir dann laufend miterlebt haben, war schon toll.

Volker und ich hatten nachts eine frierende Schwächeperiode, so dass wir uns morgens sofort in die wärmende Sonne gestellt haben. (Heute hab ich natürlich einen Sonnenbrand im Gesicht)

Auf einer Strichliste die an Volkers Wagen hing, trugen wir Ruhrrunner unsere Runden ein. Jetzt sah ich es, ich war ein Ultraläufer. Die 50 sind voll.  COOL

Aber was war das? Sabine und ich wollten doch gar nicht gegeneinander laufen. Sie hatte seltsamer Weise immer einen Strich mehr auf der Liste. Egal, eine Runde geht noch. Ich konnte machen was ich wollte, ich kam nicht an sie heran. So kam es, dass jetzt schon 13 oder 14 Striche bei mir auf der Liste standen. Man, war ich fertig und gleichzeitig froh so weit gekommen zu sein. Jetzt  eine Mütze voll Schlaf und dann nach Hause. Das wäre klasse. Doch da saß Jogi. Irgendwie hatte ich das Gefühl, Jogi wollte nicht das ich aufhöre. „Du kannst doch jetzt nicht aufhören, so kurz vor 85 Km“. (85Km = Doppelter Marathon) Los, du Schlappsack, da geht noch was. Wie ich an der Anzahl der Striche bei Sabine sah, erging es ihr ähnlich. Sie war eine Runde vor mir. Na toll.

Na ja, als die 85 voll waren, kann man sich vorstellen was Jogi dazu meinte.

Wer ist eigentlich Jogi?

Bloß nicht zu lange stehen bleiben, die 100 müssen noch geknackt werden. Ich wusste ja, das Blasen schmerzen können, aber jetzt wusste ich wie sehr. Man muss es positiv sehen, Blasen haben eine hervorragende Dämpfungseigenschaft.

Sabine hat ihre letzte Runde eingeläutet und viele Ruhris laufen mit. Das war schon toll, Sie ist 100 Km gelaufen. WAHNSINN   Sie war total happy.

Ach ja, sie hatte eine Runde Vorsprung. Ob ich will oder nicht, ich muss noch die eine bes…… Runde, die mindestens 10 Km länger ist, wie die am Anfang, bewältigen. Ich bin wieder mal zu lange stehen geblieben, sodass die kleinen „Geldämpfungskissen“ brennen wie Feuer. Während der letzten Runde, die gefühlte 15 Km lang war, habe ich keine angenehmen Gespräche mehr geführt und man konnte die entgleisten Gesichtszüge nicht mehr als Lächeln deuten. Aber am Schluss der Runde war ich dann auch im Läuferhimmel. Jeder hätte mich Oskar nennen können, so stolz war ich.

Sofort rief ich meine Frau an, um ihr zu erzählen dass ich in den letzten 22 Stunden 100 Km gelaufen bin. Allerdings habe ich nicht mit Ihrer Reaktion gerechnet.

Sie sagte nur „Mensch bist du bekloppt“.

 

Andi (ein Ultramarathoni)

 

 


 

Was hat mich nur dazu getrieben?

 

  • Geplant war das nicht und es wurden dann 100 Kilometer.
  • Geplant war ein 30 Kilometer langsamer Trainingslauf.

 

18:00 Uhr: Start zum 24 Std. – Lauf in Breitscheid

Sabine und Andi wollten hier ihren ersten 50 Kilometer „Ultra“ laufen. Wissen sollte dies im Voraus niemand, damit der Druck nicht noch größer würde.

Da bis jetzt kein anderer Ruhrrunner erschienen war, wollte ich nicht alleine am Zelt zurück bleiben und begleitete sie von Anfang an.

23:00 Uhr: Claus stößt zu uns und wir laufen gemeinsam. Biene ist bereits bei Kilometer 40 und Andi bei 35.

24:00 Uhr: Bis jetzt habe ich ganz gemütlich meine 30 Kilometer gelaufen. Ich hatte mein Ziel erreicht, konnte ab sofort mich erholen und mit den ankommenden Ruhrrunnern ein kleines „Schwätzchen“ halten.

Schwätzchen?

es wird sich kurz unterhalten, aber dann will jeder auf die Strecke. Es ist ruhig, sehr ruhig, im Vereinsheim läuft der Fernseher, vereinzelt sitzen einige Läufer an den Tischen und wir reden einige Worte mit einander. Nur nicht zu viel, jeder ist müde und weis nicht wie er über die Nacht kommen soll.

Sabine ist wieder auf Tour, ich bekomme nicht mehr mit ob sie läuft oder ruht, es sieht so aus als ob sie immer unterwegs ist.

1:00 Uhr: Christine, Christian und Werner stoßen zu uns. Draußen ist es kalt und ich habe meinen Trainingsanzug über die Laufsachen gezogen. Da ich schon über 2 Stunden eine Pause mache und fast einschlafe lasse ich mich schnell dazu überreden einige Runden mit zu laufen. Nur Werner zieht…., was hat der vor?

6:30, 6:20; 6:15 min/km und ich habe bereits mehr als 40km in den Beinen. Zuletzt muss ich die drei alleine weiter laufen lassen und laufe meine Erste und einzige Runde in dieser Nacht alleine.

Einsam? Dies kannte ich noch nicht richtig (bin Stadtkind!). Auf der gesamten Runde habe ich nicht einen Läufer oder nur eine Stirnlampe aus der Weite gesehen. Die meisten Läufer haben sich in ihre Zelte oder eine Turnhalle zum Schlafen zurück gezogen.

5:00 Uhr: Durchgefroren, nass gelaufen und mit wunden Füßen erreiche ich den Zielbereich. Hier muss ich feststellen, dass ich meinen Autoschlüssel im Wagen eingeschlossen habe. Den zweiten Schlüssel hat Sabine und die ist (wie immer) auf ihrer Runde. Als sie und Karin endlich ihre Runde beenden bin ich total durchgefroren und steige als Erstes unter die Dusche um wieder warm zu werden.

Die Nacht ist noch lang und zu kalt um zu laufen. Ich besitze keine trockenen Sachen mehr, nur noch die, die ich am Laib trage.

„Sonne bitte geh endlich auf!!“

60 Kilometer habe ich bis jetzt in den Beinen und auch keine Lust mehr, dass es mehr werden. Sabine ist wie immer nicht zu sehen.

6:00 Uhr: Werner hat es geschafft! 50 Kilometer, damit gehört auch er zu den „Ultra´s“.

Die Stunden vergehen und ich versuche im Vereinsheim, beim Fernsehen (Olympia 2008 läuft), über die Nacht zu kommen. Ich bin so müde, dass ich später niemandem sagen kann, was ich gesehen habe.

 8:00 Uhr: Frühstück, kurz vorher ist auch die Sonne wieder aufgegangen und bringt mir meine gute Laune zurück. Jetzt treffen immer mehr Ruhrrunner ein.

Mit Martina und Sabine gehe ich dann auf die nächsten Runden.

Jetzt habe ich ein Ziel!

85 Kilometer – das ist ein Doppelmarathon!

Biene und Andi haben ihre Ziele auch nach oben verschoben (Yogi du Antreiber!) 100 Kilometer sollen es werden.

Nach den langen Stunden Pause kann ich wieder ganz gut mithalten. Nur die Sonne macht mir langsam zu schaffen, es wird immer wärmer und ich sehne mich nach jedem Verpflegungsstand.

14:00 Uhr: Sabine fehlen nur noch 2 Runden. Yogi, Andi, Uwe (Borbecker Rakete) und ich begleiten sie auf der letzten Runde.

 

14:48 Uhr: Wir erreichen das Ziel

Herzlichen Glückwunsch!

Biene ist die erste „Ultra-Frau“ und der erste Ruhrrunner über 100 Kilometer.

20:48:00 Std. incl. Pausen wurde von ihr für diese Strecke benötigt.

 

Eine Runde später erreicht auch Andi sein Ziel und wird von allen gefeiert.

 

Nachdem meine Frau 100 Kilometer gelaufen war musste ich noch eine Runde laufen um das von mir gesteckte Ziel von 85 Kilometern zu erreichen.

Meine Beine waren schon sehr schwer, doch mein Kopf rechnete etwas anders. Noch 3 Stunden für 20 Kilometer und ich wäre ebenfalls bei 100. Das sollte doch zu schaffen sein! Ich lief los, die Sonne brannte und die Zehen schmerzten. Die erste 5- Kilometerrunde lief ich durch. In der Zweiten legte ich mir dann eine andere Taktik zurecht. Alle Geraden und Gefälle wurden langsam gelaufen, die Anstiege gegangen damit soviel Kraft wie möglich eingespart wird.

16:00 Uhr: Martina will mit mir die letzten beiden Runden zusammen laufen. Dann hätte sie 50 Kilometer beisammen und würde auch zu den „Ultra´s“ zählen (so kann das kommen! 30 planen und 50 laufen).

Langsam aber kontinuierlich bewegen wir uns über die Strecke. 20 Minuten vor 18:00 Uhr haben wir es geschafft!

 

Herzlichen Glückwunsch Martina!

 

Und ich?

Körperlich fertig aber überglücklich falle ich meiner Frau in die Arme.

2 x 100 Kilometer in der Familie, dass wird ein Sonntag!!

Ruhig, Ruhig, Ruhig, …

 

P.S. so ca. 12 – 13000 Kalorien habe ich auch verbrannt und ca. 4 Kilo Gewicht verloren.

 

Volker

 


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