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12.10.2008 - RWE Marathon Essen Drucken


 

12.10.2008 – 46. RWE- Marathon

 

Ein Höhepunkt zum Saisonende ist der internationale RWE Marathon rund um den Baldeneysee in Essen. Die flache Strecke ist prädestiniert für schnelle Zeiten.

2000 Läufer gehen bei dem Rennen an den Start, das seit 1963 von der Leichtathletikabteilung des TUSEM Essen organisiert wird.

Die flache, schnelle Strecke auf Asphalt lockt Spitzenläufer ins Ruhrgebiet.

Wer es weniger eilig hat, kann das landschaftlich reizvolle Ambiente genießen: Mal geht es durch idyllische Natur um den Baldeneysee, mal durch eindrucksvolle ehemalige Industrieanlagen.

 


 

Wahnsinn die Zeiten der Ruhrrunner auf dieser superschnellen Strecke.

 

Hier die Ergebnisse... 


 

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Marathon

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Platz

StNr

Name

Netto

Brutto

Pl.AK

AK

Pace

684

590

Gebhardt, Jörg

03:47:25

03:48:14

175

M40

05:23

878

1649

Klingebiel, Volker

03:57:38

03:58:45

218

M45

05:38

92

137

Lippke, Elke

03:59:41

04:00:48

16

W45

05:41

1306

804

Bajohr, Andreas

04:56:51

04:58:22

330

M40

07:02

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Frauen - Staffel

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Platz

StNr

Name

Netto

Brutto

1.HM

2.HM

Pace

4

2947

Klingebiel, Sabine

04:15:46

04:20:35

02:12:28

02:03:18

06:04

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Wolf, Martina

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Knieling, Sabine

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6

2949

Bock, Kerstin

04:31:58

04:36:47

02:04:17

02:27:40

06:27

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Bittner, Gaby

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Zahn, Mareike

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2er Mixed - Staffel

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-

6

2945

Hajnczyk, Reinhild

03:38:17

03:43:04

01:55:28

01:42:48

05:10

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Wucher, Andreas

-

-

-

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22

2946

Kasperek-Rasche, Barbara

04:15:18

04:20:06

02:12:38

02:02:40

06:03

-

-

Hajnczyk, Reinhard

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2er Männer - Staffel

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17

2944

Keßen, Jörg

03:40:57

03:45:45

01:45:03

01:55:53

05:14

-

-

Reichard, Werner

-

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-

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-

20

2943

Klever, Detlev

03:43:25

03:48:13

01:48:41

01:54:44

05:18

-

-

Bock, Michael

-

-

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-

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4er Mixed - Staffel

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-

22

2948

Freitag, Karin

4.29:07

04:33:55

02:14:09

02:14:58

06:23

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Güllmann, Angelika

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Nennstiel, Martin

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Schemmer, Silke

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Meine Marathonwoche

 

Montag der 06.10.2008,

noch eine Woche bis zum RWE- Marathon (2x rund um den Baldeneysee).

Mein Trainingsplan sagt für heute: 13-15 km, davon 10 km in 5:30 min/km.

Es regnet den ganzen Tag und neben der fehlenden Lust, will ich mich kurz vor dem Lauf, nicht erkälten.

>>Heute kein Training<<

 

Dienstag der 07.10.2008,

es wird Zeit, ich vermisse das Laufen.

13 km ganz locker in 6:30 min/km sind für heute geplant.

Es ist kalt und aus dem lockeren Lauf werden stramme 10 Kilometer in 5:30 min/km.

 

Mittwoch der 08.10.2008,

Biene will mit mir eine Runde laufen. Wir sind kaum unterwegs da öffnet sich der Himmel. Mit keinem trockenen Stück Stoff auf dem Körper kommen wir wieder nach Hause. Jetzt schnell duschen und einen Tee trinken, denn eine Erkältung will ich nicht mehr riskieren.

 

Donnerstag der 09.10.2008,

Locker, locker, locker,…

Ich laufe wieder mit Biene und wir gehen es gaaanz langsam an.

Warum sind dann meine Beine so schwer?

 

Freitag der 10.10.2008,

Ab heute wird bis Sonntag nicht mehr gelaufen.

Ich bin nervös, es ist das 1. Mal nach 1 ½ Jahren, dass ich wieder einen Marathon auf Zeit laufen will. Die Wettvorhersage verspricht: „Es wird warm, sehr warm! 23 Grad und Sonne satt.“ Mir wird schlecht bei dem Gedanken an die Strecke, nur alle 5 Kilometer ein Versorgungsstand.

 

Samstag der 11.10.2008,

Laufpause…

Meine Vorbereitungen für den Marathon laufen auf vollen Touren. Die Sporttasche wird gepackt und die passende, altbewährte Laufbekleidung zurecht gelegt (nur kein Risiko).

Jetzt sind nur noch Vorbereitungen für die geringe Anzahl von Verpflegungsständen zu treffen. Zwei kleine, mit einem Gel umwickelte, Flaschen Cola zurechtlegen. Eine davon erhält mein Sohn mit dem Auftrag, pünktlich gegen 12:40 Uhr, bei Haus Scheppen damit zu erscheinen. Die zweite Flasche nahm Martin, der sie mir bei Kilometer 23 übergeben wollte.

 

Sonntag 12.10.2008

Marathontag!

Bin ich nervös! Seit 1 ½ Jahren will ich zum 1.Mal wieder einen Marathon auf Zeit laufen. Die Ruhrrunner treffen sich gegen 9:00 Uhr am Start. Alles noch einmal kontrollieren:

  • Hat die Laufuhr GPS- Kontakt?
  • Ist die Liste mit den Zwischenzeiten richtig am Handgelenk befestigt?

Elke und ich reihen uns bei den 4:00 Std. – Läufern ein.

Endlich 10:00 Uhr, es geht los!

Schnell bemerke ich, dass wir uns nur langsam in Bewegung setzen. Um nicht direkt am Anfang viel Zeit zu verlieren überhole ich die vor mir laufenden. Die Kilometer gehen dahin und ich halte eine Geschwindigkeit von 5:15 – 5:22 min./km. Bei Kilometer 10,5 werde ich von Jörg überholt. Er fliegt an mir vorbei!

Ein kurzes Wort: „Siehst gut aus!“ und schon ist er weg (ich sage nur 21,1km in 1:45 Std., der Mann hat kaum trainiert).

An der Wuppertaler Straße kommen mir die Besten schon entgegen. Ich habe 11 und die bereits 6 Kilometer mehr auf dem Tacho.

Egal, wen interessiert das schon? Kurz vor dem Wendepunkt laufen mir Geppi und direkt dahinter Jörg entgegen. Meine Stimmung steigt, ich liege nicht so schlecht!

Nach und nach kommen mir alle Ruhrrunner entgegen und klatschen beim Vorbeilaufen ab.

Halbzeit (21,1km) ich liege genau 4 Sekunden unter Plan.

Die Ruhrrunner stehen am Wechselpunkt der Staffeln und feuern mich an. Jetzt geht es gleich viel leichter.

23. Kilometer: Martin gibt mir die erste Flasche Cola. Sie schäumt und spritzt und ich klebe von oben bis unten (habe ich erst im Ziel bemerkt).

Weiter, weiter, weiter…

30. Kilometer: der Mann mit dem Hammer!

Jetzt trifft es mich voll. Ich bin zu schnell angegangen.

Meine Kilometerzeit geht über 5:30 min/km.

31. Kilometer: Mein Sohn steht mit der zweiten Flasche Cola, wie abgesprochen, bei Haus Scheppen. Sein Freund hält ein Schild hoch: „Du schaffst dass! Siehst gut aus“!

Ich kann nicht mehr. Nicht lachen und schon gar nicht antworten. So hebe ich die rechte Hand mit dem bösen Finger und laufe weiter.

34. Kilometer: Christine, Wiebke und Klaus stehen hier und feuern mich an. Claus:“Super bist auf einer 3:50 er Zeit“.

Ich kann kaum mit dem Kopf ein Zeichen geben, dass ich da anderer Meinung bin und krieche weiter (meine Zeiten liegen jetzt bei 6:00 min/km).

 35. Kilometer: Seitenstiche! Zum 1. Mal gehe ich an einem Verpflegungsstand. >>Tut das gut<<

Ich beiße und dann bei Kilometer 38 der endgültige Zusammenbruch: 6:38 min/km. Es geht nichts mehr und noch vier Kilometer bis zum Ziel. Noch habe ich ein wenig Vorsprung, die 4:00 Std. muss ich schaffen. Seitenstiche an beiden Seiten.

 

++++++++++++++++++++++++++++++++++++++

 

Noch 1,5 km bis zum Ziel!

Nichts geht mehr!

Stimmen von hinten!

 

Ein Pulk von Menschen läuft auf mich auf.

„Das darf nicht sein! Der Zug- und Bremsläufer mit den 4:00 Std. Ballons rennt an mir vorbei.

Jetzt bin ich 41 Kilometer gelaufen, kurz vor dem Ziel und schaffe es dann doch nicht.

Ich denke an Hilde und den Endspurt beim Karstadt- Marathon 2007.

„Schei… auf die Seitenstiche“! Ich balle die Fäuste (im Ziel bemerke ich das die Innenflächen ganz rot waren) und meine Augen werden zu Schlitzen.

Ich laufe neben dem Zug- und Bremsläufer her und lasse nicht locker. Die Schmerzen werden immer heftiger. Ich laufe wieder 5:42 min/km. Vorbei an der Tribüne und den wartenden Ruhrrunnern. Ich höre nur die Menschen schreien, kann niemanden genau ausmachen.

Warum ist die Tribüne nur so lang?

Hinter der Tribüne das gleiche wieder zurück. Ich bekomme Angst die 4:00 Std. nicht mehr zu erreichen. Jetzt ist alles egal!

Endspurt: 5:13 min/km.

Hatte ich doch noch Kraft, war wohl die Motivation die fehlte.

 

Ziel!

Ich will niemanden sehen!

Nach 10 Minuten geht es dann wieder und ich verlasse den Zielbereich. Viele Ruhrrunner kommen um zu gratulieren.

 

Jetzt duschen. Duschen? Wenn ich mich auf eine Dusche freue ist immer nur kaltes Wasser da! Muss dass sein?

 

Nach Hause und jetzt nur noch ins Bett!

 

4:00 Std. ihr seid geschafft! Und jetzt?

Nach dem Marathon ist vor dem Marathon!

 

Volker








Streckenverlauf:



Die 46. Auflage des ältesten und ununterbrochen durchgeführten Marathon Deutschlands, der aktuell den Namen des Hauptsponsors (RWE-Marathon) trägt, gewann Tobias Sauter (TSV Eltingen) bei herrlichen Laufbedingungen in Begleitung seiner Trainers Peter Geif in 2:18:24h. Die Marathon-Novizen Manuel Mayer  (TV Wattenscheid 01) und Zalalem Martel (LG Neckar Enz) mussten Tribut zahlen und kamen auf die Plätze 2. Und 3. in 2:21:12h bzw. 2:29:32h. Letzterer lag bis Kilometer 34 klar in Führung bevor er aufgrund muskulärer Probleme seine Führung abgeben musste.

Bei den Frauen erzielte Silvia Krull (LG Lage Detmold) mit ihrem Sieg in 2:38:21h eine neue persönliche Bestzeit und die drittbeste Streckenzeit am Baldeneysee. Den 2. Platz belegte Brigitte Bohn (Spiridon Frankfurt) in 2:43:04h, während die Lokalmatadorin Barbara Jedras (TUSEM Essen) die Ziellinie als drittschnellste Frau nach 2:57:37h überquerte.
Einen großen Respekt verdient Horst Kreg (SuS Oberadern) als ältester Teilnehmer im Starterfeld von über 2000 Marathonis nicht nur für seinen Sieg in der Altersklasse M80, sondern auch für seine hervorragende Zeit von 4:34:48h.


Khalid Ghazi


 

 


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