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17.05.2015 Riga Marathon Drucken

von Claus B.  

Riga Marathon oder die Rückkehr von Väterchen Frost

Im Jahr unseres 10-jährigen Bestehens sind wir beim 25. Riga Marathon angetreten. Die Veranstaltung bietet verschiedene Läufe von 5 oder 10 km über einen Halbmarathon bis hin zum Marathon. Wir waren mit sieben Halbmarathonläufern, vier Marathonläufern und drei unermüdlichen Unterstützern gut vertreten. Leider hatten wir verletzungs- und auch anreisebedingt einige Ausfälle zu verzeichnen, die uns aus der Ferne die Daumen gedrückt haben.

Nach einem zweieinhalbstündigen Flug gab es beim Ausstieg aus dem Flugzeug zunächst ein böses Temperaturerwachen. Ich hatte zwar die Wettervorhersage für Riga zuvor mehrfach gelesen, aber trotz eingepackter Winterjacke vergessen, wie sich acht Grad mit starkem Wind anfühlen. Aber zunächst stand noch Erholung an und so haben wir uns am Freitag einen schönen Abend gemacht und am nächsten Tag die Zeit genutzt, zumindest einen Teil der Stadt, insbesondere die prachtvolle Altstadt, zu erkunden. Morgens bis mittags waren wir noch mit Winterjacken und teilweise Mützen bekleidet, während wir nachmittags in der Sonne im Biergarten saßen.

Die Wettervorhersage für den Marathontag ließ nichts Gutes erwarten. Der starke Wind des Vortages war zwar zunächst deutlich geringer, aber es war Regen vorhergesagt mit wieder deutlich zunehmenden Wind. Um 8:00 Uhr gingen wir gemeinsam zum Start und der Startschuss für Halbmarathon und Marathon fiel um 8:30 Uhr. Vorgenommen hatte ich mir ausschließlich gut durchzukommen und gleichmäßig zu laufen. Aber auf keinen Fall wollte ich Druck haben. Nach meinem schlechten Marathon in Kopenhagen hatte ich doch den ein oder anderen Zweifel.

Die Strecke war in den ersten 21 Km für Halbmarathonis und Marathonis im Wesentlichen identisch und mit Schleifen versehen, so dass wir uns gegenseitig an vielen Stellen der Strecke sehen konnten.

Die Wettervorhersage bewahrheitete sich, so dass ca. eine Stunde nach dem Start ein zunächst leichter Regen einsetzte. Der Wind blieb, gemessen am Vortag, zunächst noch gnädig. Nachdem unsere Halbmarathonis ins Ziel gelaufen waren, ging es für die Marathonis auf die zweite Runde, die bis auf ein ca. vier Km langes Teilstück mit der ersten Runde identisch war. Der Wind nahm nach ca. 25 Km ebenso zu wie der Regen. Es wurden Erinnerungen an Kopenhagen wach und diese Erinnerungen waren nicht gut, hatte ich doch dort bereits ab Km 25 ein 17 Km langes Zwiegespräch mit meinem Zwilling. In Riga lief es aber dank einer guten Vorbereitung und der Tatsache, dass ich mit Sabine eine super Mitläuferin hatte, anders. Sabine hätte ganz sicher noch ein paar Minuten herauslaufen können, aber sie hat den Lauf mit mir durchgezogen. Wir sind vom Start bis zum Ziel sehr gleichmäßig zusammengelaufen und es hat mir, trotz des immer schlechter werdenden Wetters (insbesondere die letzten zehn Kilometer waren wegen des immer stärker werdenden Windes verbunden mit dem Regen recht kalt), sehr viel Spaß gemacht. 

Alle gestarteten Ruhrrunner sind prima durchgekommen und waren zufrieden mit ihren Ergebnissen. Ich möchte hier auch Niemanden herausheben, da jeder bei nicht einfachen Bedingungen alles gegeben hat. Einen besonderen Dank muss ich aber an unser Supporterteam mit Sabine, Martin und Markus loswerden. Das hat so gut getan, Euch an der Strecke gehabt zu haben und ihr habt sicher ordentlich gefroren. Mein persönlicher Dank geht an Sabine für´s 1 A-Zusammenlaufen.

Die Strecke war insgesamt, bis auf die mehrfachen Brückenüberquerungen, flach und sehr gut zu laufen. Von häufig zu lesenden 20 % Kopfsteinpflaster keine Spur. Die reine Kopfsteinpflasterstrecke beschränkte sich auf ca. zwei Mal 400 m in der Altstadt. Die Verpflegung an den zahlreichen Versorgungsstationen war hervorragend (ca. alle 3 km und ordentlich ausgestattet). Die Zuschauerresonanz hingegen war sehr dürftig. Ich hatte den Eindruck, dass es sich bei den Zuschauern, bis auf wenige Ausnahmen, im Wesentlichen um Angehörige der Läufer handelte. Höhepunkte an der Strecke waren für mich das Orchester mit Herren- und Damenchor am Freiheitsdenkmal, dass wir beim Marathon zweimal genießen durften sowie eine Blasmusikformation, die mich an LaBrassBanda erinnert hat.

Insgesamt gingen in Riga 25.931 Teilnehmer aus 69 Ländern an den Start, davon 1.699 Marathonläufer, 4.275 Halbmarathonläufer, 6.570 10 km- und 13.387 5 km-Läufer. Die größten Nationengruppen stellten die Letten mit 23.370 gefolgt von Russland mit 370, Deutschland mit 350 und dicht danach Estland mit 343 und Litauen mit 312 Teilnehmern.

Beim Marathon wurde bei den Herren ein neuer Streckenrekord mit 02:12:28 von dem Äthiopier Haile Tolossa Bekuma aufgestellt. Bei den Frauen siegte Eshetu Deme Meseret in 02:37:03, ebenfalls aus Äthiopien.

Anbei unsere Ergebnisse:


HM

Name

Vorname

Platz AK

Platz Gesamt m/w

brutto

netto

Pace

Bock

Michael

288

1124

01:52:24

01:51:47

05:17

Hajnczyk

Reinhild

128

602

02:07:03

02:04:39

05:54

Hajnczyk

Reinhard

660

2324

02:21:01

02:18:37

06:34

Wolf

Martina

229

1029

02:22:02

02:19:38

06:37

Rotthäuser

Stephan

676

2390

02:27:22

02:24:59

06:52

Bittner

Gaby

254

1149

02:30:04

02:28:24

07:02

Freitag

Karin

265

1219

02:43:14

02:40:50

07:37

Marathon

Bevers

Wiebke

5

43

03:46:43

03:44:49

05:19

Wucher

Andreas

76

652

03:54:13

03:52:19

05:30

Knieling

Sabine

31

107

04:07:23

04:06:02

05:49

Braam

Claus

227

842

04:07:22

04:06:04

05:49

Fazit:

Es war ein sehr schönes Wochenende mit Euch in Riga. Es hat in einer tollen Stadt viel Spaß gemacht. Mich hat es sehr motiviert.

Keep on running!

Claus


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Kommentare (5)
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1. 21-05-2015 12:48
 
Schöne Stadt, schöner Lauf, schöner Bericht. 
Läuft! Gaby
Registriert
 
gaby
2. 21-05-2015 17:10
 
Hallo Claus, 
vielen Dank für den Top-Bericht! 
Nun bin ich endlich informiert, wie es Euch so in Lettland ergangen ist. 
Trotz des eher bescheidenen Wetters - das erinnert mich ein wenig an den Bericht von Kopenhagen- habt Ihr alle wirklich super Resultate erzielt, das muss ich schon sagen. Da sollte jeder einzelne schon recht stolz auf sich sein. 
Letztendlich hat sich dann die sonntagliche Mühe doch ausgezahlt. 
Viele Grüße, 
Marc
Registriert
 
marc
3. 24-05-2015 08:01
 
Glückwunsch zu Euren tollen Zeiten und Ergebnissen! Claus, schöner Bericht, danke dafür ;)
Registriert
 
jörg3
4. 25-05-2015 13:33
 
Leider war ich nicht dabei :cry  
Aber durch den schönen Bericht von Claus kann ich mir vorstellen wie schön es in Riga war. 
Und dann auch noch gute Leistungen von allen. 
Auch die an der Strecke. 
Glückwunsch :) Toll gemacht.
Registriert
 
Detlef
5. 25-05-2015 17:45
 
Claus, danke für den eindrucksvollen, nachvollziehbaren Bericht. Ich denke, allen, die dabei waren, hat es Spaß gemacht. Es war trotz Regen und etwas kühleren Temperaturen gutes Laufwetter. Wir sind alle gesund ins Ziel gekommen.
Registriert
 
hilde

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